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MVregio - Unternehmen sollten Selbsttest zu Entgeltunterschieden durchführen


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Unternehmen sollten Selbsttest zu Entgeltunterschieden durchführen

11.03.2010: Schwerin/MVregio Die Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen und Gleichstellung, Dr. Margret Seemann (SPD, Foto), ermuntert die Wirtschaft, sich bei der Verringerung der bestehenden Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern

der eigenen Verantwortung bewusst zu werden und die Chancen des freiwilligen Lohntests "Logib-D" zu nutzen.

Seemann wies anlässlich einer Landtagsdebatte zum Abbau der Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern darauf hin, dass die geschlechtsspezifische Entgeltungleichheit verschiedene Ursachen hat.

"Die Wahl frauentypischer Berufe und deren geringere Entlohnung, geringere Aufstiegschancen im Beruf für Frauen bis hin in Führungspositionen, die hauptsächlich von Frauen genommene familienbedingte Erwerbsunterbrechung, die Geringschätzung von Erziehungs- und Pflegezeit im Vergleich zu Erwerbsarbeit, aber auch mittelbare oder unmittelbare Diskriminierungen auf betrieblicher Ebene führen dazu, dass in Deutschland Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger verdienen als Männer. Damit liegt Deutschland im EU-Vergleich auf Platz 21. Selbst bei gleicher Qualifikation, gleichem Beruf und gleichem Alter liegen innerhalb eines Betriebes laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung die Entgelte von Frauen im Durchschnitt 12 Prozent unter denen der Männer", so Seemann.

Seemann betonte weiter, dass den komplexen Ursachen mit vielfältigen Maßnahmen begegnet werden müsse. Seemann: "Im Zusammenhang mit den bestehenden Entgeltungleichheiten nur auf die Einführung eines Mindestlohns zu pochen, wird dem Problem nicht gerecht, da die Entgeltunterschiede von Frauen und Männern in besser bezahlten Berufen größer sind als im Niedriglohnsektor. Vielmehr muss ein Mindestlohn begleitet werden von Maßnahmen für ein verändertes Berufswahlverhalten von Frauen und Männern, für bessere Aufstiegschancen für Frauen und mehr Frauen in Führungspositionen, für eine gerechtere Verteilung familiärer Aufgaben (z.B. mehr und verbindliche Vätermonate in der Elternzeit), für eine andere Verteilung von Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigung, für eine Neubewertung erzieherischer und pflegender Tätigkeiten sowie für ein transparenteres Lohnsystem. In diesem Zusammenhang ermuntere ich die Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern auch ausdrücklich, sich dem neu entwickelten Selbsttest 'Logib-D' zu unterziehen, um festzustellen, ob sie Frauen und Männer im Unternehmen tatsächlich gleich entlohnen."

Das Programm "Logib-D" kann kostenfrei im Internet unter www.logib-d.de heruntergeladen werden.

MVregio Landesdienst mv/sn

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Artikel erstellt: 11.03.2010, 16:17, 2862 Anschläge

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